WerkMomente & die LinkedIn-Regeln
Stand: 8. September 2026
Wie und warum WerkMomente die Vorgaben von LinkedIn einhält — insbesondere: Es wird nichts automatisch gepostet und nichts automatisch kommentiert.
1. Worum es geht
LinkedIn untersagt in seinen API-Bedingungen und der Nutzungsvereinbarung im Kern drei Dinge: automatisiertes Handeln im Namen von Menschen ohne deren konkrete Entscheidung, Verschleierung der Identität und Zugriff auf Daten außerhalb der offiziellen Schnittstellen (Scraping).
WerkMomente ist ein Werkzeug für Employee Advocacy: Mitarbeitende laden Fotos aus ihrem Arbeitsalltag hoch, bekommen daraus KI-gestützte Textvorschläge und veröffentlichen — wenn sie wollen — unter ihrem eigenen Namen auf LinkedIn. Der entscheidende Satz für diese Seite: Die Software erzeugt Vorschläge. Veröffentlicht wird ausschließlich, was ein Mensch ausgelöst hat.
2. Vier Prinzipien
- Human-in-the-Loop. Jeder schreibende Zugriff auf LinkedIn geht auf eine konkrete Handlung eines angemeldeten Menschen zurück — einen Klick auf „Auf LinkedIn posten“, „Für später planen“ oder „Antwort senden“. Es gibt keinen Pfad, auf dem Inhalte ohne diese Handlung entstehen.
- Eigene Identität. Gepostet wird unter dem Namen der Person, mit deren eigenem OAuth-Token. Keine Sammelaccounts, keine Bots, keine erfundenen Profile. Wo jemand für eine andere Person postet, muss diese es vorher ausdrücklich erlaubt haben (Abschnitt 5).
- Nur offizielle Schnittstellen. Alle Zugriffe laufen über die dokumentierte LinkedIn REST-API mit gültigem OAuth-Token und versioniertem Header. Es wird nichts von Webseiten ausgelesen, keine Session nachgebaut, kein inoffizieller Endpunkt verwendet.
- Datensparsamkeit. Angefragt werden nur die Berechtigungen, die ein tatsächlich vorhandenes Feature braucht. Gelesen werden nur eigene Daten der verbundenen Person bzw. der eigenen Unternehmensseite.
3. Was WerkMomente ausdrücklich nicht tut
Jeder Punkt ist im Quellcode nachprüfbar — nicht durch eine Absichtserklärung, sondern dadurch, dass die entsprechende Funktion schlicht nicht existiert.
| Nicht vorhanden | Belegt durch |
|---|---|
| Automatisches Kommentieren fremder Beiträge | Es gibt im gesamten System genau eine Stelle, die einen Kommentar schreibt — erreichbar nur aus dem Admin-Bereich, nach manueller Freigabe durch einen Menschen |
| Automatisches Liken, Folgen, Reagieren | Kein Reaktions-, Like- oder Follow-Endpunkt in der Liste unten |
| Automatisierte Kontaktanfragen | Der Vernetzungs-Helfer ruft null LinkedIn-APIs auf (Abschnitt 7) |
| Massen- oder Serienposting | Jeder Beitrag entsteht aus einem einzelnen Moment und einer einzelnen Freigabe; geplante Beiträge werden nur zu dem Zeitpunkt veröffentlicht, den ein Mensch gesetzt hat |
| Beiträge ohne Wissen der Person | Ohne persönliches OAuth-Token existiert kein Weg zu veröffentlichen |
| Scraping, Session-Nachbau, inoffizielle Endpunkte | Alle Aufrufe gehen an api.linkedin.com mit OAuth-Bearer-Token; die einzigen weiteren linkedin.com-Adressen sind der OAuth-Dialog und anklickbare Links |
| Weitergabe von LinkedIn-Daten an Dritte | Kennzahlen bleiben im Mandanten des Kunden (Row Level Security) |
4. Die vollständige Liste der genutzten Endpunkte
Der stärkste Beleg ist keine Negativ-Aussage, sondern die abschließende Liste. Mehr als diese Adressen kann die Software nicht ansprechen:
| Endpunkt | Zugriff | Wofür |
|---|---|---|
| /rest/posts | schreibend | Beitrag veröffentlichen (Person, Seite, Reshare) |
| /rest/images, /rest/videos, /rest/documents | schreibend | Medien-Upload zum Beitrag |
| /rest/socialActions/{urn}/comments | lesend und schreibend | Kommentare der eigenen Seite lesen; Antwort nach manueller Freigabe |
| /rest/memberCreatorPostAnalytics | lesend | eigene Beitrags-Kennzahlen |
| /rest/memberFollowersCount, /rest/networkSizes/{urn} | lesend | eigene Follower- und Netzwerkgröße |
| /rest/organizationAcls | lesend | welche Unternehmensseite darf ich verwalten? |
| /rest/organizations/{id} | lesend | Name der eigenen Seite |
| /rest/organizationalEntityShareStatistics | lesend | Kennzahlen der eigenen Seite |
| /v2/me, /v2/userinfo | lesend | eigene Identität nach dem Login |
Kein Endpunkt für Reaktionen, Likes, Follows oder Kontaktanfragen — sie werden nicht nur nicht aufgerufen, sie kommen im Code nicht vor.
5. Jeder schreibende Pfad, einzeln
Es gibt genau fünf Wege, auf denen WerkMomente etwas auf LinkedIn veröffentlicht. Mehr nicht.
- Beitrag als Person, sofort. Die Person öffnet einen Moment, bearbeitet den Textvorschlag und klickt „Auf LinkedIn posten“. Der Beitrag geht mit ihrem eigenen Token unter ihrem Namen raus.
- Beitrag als Person, geplant. Dieselbe Handlung, nur mit einem selbst gewählten Zeitpunkt. Das ist kein automatisiertes Posten, sondern eine terminierte Freigabe: Inhalt, Profil und Zeitpunkt hat der Mensch vorher festgelegt — wie ein Wecker, den man selbst stellt. Der Lauf erzeugt keine Inhalte, wählt keine Empfänger und trifft keine Entscheidung.
- Beitrag als Unternehmensseite. Nur Admins, nur mit einer eigens verbundenen Seiten-Berechtigung, ebenfalls per Klick.
- Beitrag der Unternehmensseite teilen. Ein Mitglied kann einen Beitrag der eigenen Firmenseite mit eigenem Kommentar teilen. Geteilt werden kann ausschließlich, was für genau diesen Kundenbereich hinterlegt ist — fremde Beiträge lassen sich so nicht unterschieben.
- Antwort auf einen Kommentar der Unternehmensseite. Der heikelste Pfad, deshalb am strengsten gebaut: Die KI entwirft eine Antwort, senden kann sie niemand außer einem Menschen. Der Weg ist Administratoren vorbehalten, wird nur aus dem Admin-Bereich nach Sichtung der einzelnen Antwort ausgelöst, und es gibt keinen zeitgesteuerten Lauf und keinen Hintergrundprozess, der antworten könnte.
Stellvertretung. Eine Agentur oder ein Social-Media-Verantwortlicher kann für jemanden posten, aber nur nach dessen ausdrücklicher, vorab erteilter Zustimmung — entweder über eine Vollmacht, die die betroffene Person selbst anlegt, oder über eine Freigabe in ihren Profil-Einstellungen. Fehlt beides, wird der Versuch abgewiesen. Der Beitrag erscheint in jedem Fall unter dem Namen der Person, mit ihrem Token — nichts wird verschleiert.
6. Lesende Zugriffe
- Eigene Beitrags-Kennzahlen: Ein Tagesjob holt die Kennzahlen der eigenen Beiträge der verbundenen Person. Fremde Profile werden nicht abgefragt.
- Kommentare der eigenen Unternehmensseite: Ein Tagesjob zählt neue Kommentare, damit Admins keinen übersehen. Er schreibt nichts auf LinkedIn.
7. Der Vernetzungs-Helfer — bewusst ohne API
WerkMomente hilft beim systematischen Netzwerkaufbau. Das ist der Bereich, in dem viele Werkzeuge gegen LinkedIn-Regeln verstoßen: automatisierte Kontaktanfragen, Massen-Nachrichten, Profil-Scraping. Hier passiert nichts davon. Der Helfer verwaltet eine selbst hochgeladene Kontaktliste, erzeugt daraus Such- und Profil-Links und legt vorbereitete Anschreiben in die Zwischenablage. Anklicken, prüfen, einfügen und absenden tut der Mensch — auf LinkedIn selbst. Der Programmteil dahinter enthält keinen einzigen Aufruf einer LinkedIn-Schnittstelle und kann technisch keine Kontaktanfrage auslösen.
8. Berechtigungen und Token
Drei getrennte LinkedIn-Apps mit jeweils minimalem Umfang — die Trennung ist teils von LinkedIn vorgegeben, teils bewusste Datensparsamkeit: eine App für Login und Posten unter eigenem Namen, eine für die eigenen Kennzahlen, eine für die Unternehmensseite. Jede Verbindung wird einzeln erteilt: Wer nur posten will, gibt keine Analytics-Rechte. Neue Berechtigungen lösen ein erneutes Einverständnis aus, statt still mitzulaufen.
Zugriffsschlüssel liegen ausschließlich serverseitig, sind im Browser nie sichtbar und werden nicht weitergegeben. „Trennen“ im Profil löscht sie sofort. Läuft ein Token ab oder verweigert LinkedIn den Zugriff, wird die Verbindung als „neu verbinden nötig“ markiert statt weiter angefragt.
9. Die Rolle der KI
Die KI schreibt Vorschläge: Posting-Texte aus Foto und Beschreibung, Entwürfe für Kommentar-Antworten. Sie hat keinen Zugang zu LinkedIn. Zwischen jedem KI-Ergebnis und LinkedIn steht ein Mensch, der den Text sieht, ändern kann und die Veröffentlichung auslöst. Das ist nicht nur regelkonform — es ist der Produktkern: Beiträge sollen nach der Person klingen, die sie postet.
10. Nachvollziehbarkeit
Keine der Aussagen auf dieser Seite beruht auf einer Absichtserklärung. Jede einzelne lässt sich am Quellcode nachvollziehen — und zwar negativ, was der stärkere Nachweis ist: die fraglichen Funktionen existieren schlicht nicht. Für eine technische Prüfung durch IT oder Compliance stellen wir die konkreten Prüfschritte samt Codestellen bereit und gehen sie auf Wunsch gemeinsam durch.
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